Auf schmalen Pfaden

Der Gestrige Kommentar von, nennen wir ihn mal Sven aus Köln, hat mich zum nachdenken angeregt. Bin ich noch normal? Oder bin ich schon gestört? Sind wir nicht alle irgendwie verrückt? Liegt das an uns oder ist es das was die Gesellschaft aus uns gemacht hat? Sven ich gebe dir recht, ich philosophiere tatsächlich viel über das Leben Aber wie ist "normal" definiert und wann ist man verrückt? Wieso hat ein Mensch das Recht einem anderen Menschen den Stempel "gestört" auf die Stirn zu setzen? Nur weil er paar Jahre studiert hat? Und was ändert sich in dem Leben der Betroffenen nach so einer Diagnose. Was macht man zB als Borderline-Patient? Diese Frage habe ich mir wieder und wieder gestellt. Und meine Antwort ist: Anscheinend genau das was ich bisher gemacht habe. Anders hätte ja sonst niemand diese Diagnose gestellt. Der Pfad zwischen normal und anders ist sehr schmal. Wer mich beim Einkaufen oder beim Sport sieht merkt nicht, dass ich anders bin. Nicht alle Depressiven sitzen den ganzen Tag bei sich zuhause und heulen oder reden alles schlecht. Aber auch normale haben mal schlechte Phasen. Darf man sie jetzt noch "normal" nennen? Unsere Gesellschaft ist doch Schuld an alle dem. Sie produziert doch nur noch psychisch kranke Leute. Wenn nur noch Leistung zählt, wird der Druck auf jeden einzelnen immer Größer. Wundert mich nicht, dass die Anzahl von Burnout Patienten steigt und die Kliniken voll sind. Ich könnte mich jetzt also in mein Bett verkriechen und auf die Gesellschaft schimpfen. Dieses sch*** system! Fängt doch schon im Kinder Garten an. Erste Fremdsprache mit drei Jahren. Wundert es noch jemanden, dass es genug gibt die gerade volljährig sind, aber schon an Burnout leiden? Nein! Aber wer ist schuld daran? Jaja ich weiß die Gesellschaft! Und wer ist die Gesellschaft? Wir! Jeder einzelne von uns ist Teil der Gesellschaft. Also muss einer anfangen was zu ändern. Ja ich weiß, ist zu anstrengend. Irgendwer wird die Arbeit schon machen. So ist das denken von zu vielen und solange wird die Anzahl von Depressiven, Burnout Parienten und Co steigen. Deswegen sollte sich als erstes die Akzeptanz gegenüber von psychisch erkrankten ändern. Denn es kann jeden treffen und deswegen sollte man sie nicht ausgrenzen. Sondern behandelt sie wie jeden anderen auch. Es kann auch euch treffen, denn der Grat zwischen normal und gestört ist gering. Wer entscheidet das schon, ob man verrückt ist? Es liegt bei dir und deinem Umfeld. Wenn sie dich so akzeptieren wie du bist, bist du vielleicht doch normaler als du denkst. In diesem Sinne frohes philosophieren 😂 Vielen Dank an Sven für diesen Denkanstoß 👏🏼

3.6.15 15:48, kommentieren

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Wer bin ich?

Ich bin die, die den ganzen Tag nur heult. Ich bin die, die über alles lacht. Ich bin die, die kein Bock auf Schule hatte. Ich bin die, die in USA studieren will. Ich bin die, die zu nichts Lust hat. Ich bin die, die tausend Pläne hat. Ich bin die, die durch mit diesem Leben ist. Ich bin die, die noch vieles erreichen will. Ich bin die, die Tage lang ihr Bett nicht verlässt. Ich bin die, die so viel erledigen will. Ich bin die, die Männer hasst. Ich bin die, die immer die Aufmerksamkeit von Männern sucht. Ich bin die, die keine Verantwortung will. Ich bin die, die keine Aufgaben abgeben kann. Ich bin die, die niemandem vertraut, nicht mal mehr mir selbst. Ich bin die, die ihr Leben in die Hände anderer gibt. Ich bin die, die Kinder nervig findet. Ich bin die, die sich eine eigene Familie wünscht mit vier eigenen Kindern. Ich bin die, die findet, dass Tiere stinken. Ich bin die, die 'nem Hund im Bett hat. Ich bin die, die Sachen immer planen muss. Ich bin die, die lieber spontan ist. Ich bin die, die sich immer einsam fühlt. Ich bin die, die nicht unter Leuten sein mag. All das bin ich und noch viel mehr. Ich bin ganz viele und doch bin ich eins. Aber wer bin ich? Wer bin ich wirklich?

6 Kommentare 2.6.15 23:32, kommentieren